Kleine Änderung mit großer Auswirkung: Content- und AdBlocker für iOS

Kleine Änderung mit großer Auswirkung: Content- und AdBlocker für iOS

18.09.2015
Kim Schneider
  • Development
  • Apple ist aktuell “on fire” wie man so schön sagt. Neues iPhone, neues iPad, neues Apple TV, neues iOS und neues watchOS. Und das Apple TV bekommt auch ein eigenes OS. tvOS. Ziemlich viel neu, schwierig da noch den Überblick zu behalten. Und tatsächlich gibt es in iOS9 ein Feature, dass sicher nicht die größte Aufmerksamkeit bekommt, aber eine sehr mächtige Neuerung ist. Content Blocker!

    Content Blocker?

    Bei Advertisern lösen Content Blocker sicher erstmal ein schaudern aus.
    Für User hingegen sind Content Blocker wohl eher ein Segen.
    Im Grunde sind Content Blocker genau das, was der Name schon aussagt. Content wird geblockt. Welcher das nun ist, kann man selbst definieren. Dazu benötigt man eine entsprechende App, die Safari erweitert, um zu funktionieren. Innerhalb der App kann man dann gegebenfalls auswählen, welche Inhalte nicht geladen werden sollen. So kann ein Content Blocker als einfacher Adblocker funktionieren, man kann aber auch einstellen, dass ganze Kommentar-Bereiche oder externe Schriftarten nicht geladen werden. Das erhöht dann zum einen die Ladegeschwindigkeit und zum anderen ändert es das Benutzererlebnis.

    Dean Murphy befasste sich mal genauer damit, wie das alles in der Praxis aussehen kann. Er schaute sich dazu die Seite iMore.com an und hier seine Erkenntnis:

    “38 externe Skripte erzielen eine Ladezeit von 11 Sekunden auf iMore.com. Einige davon sind von Google, Amazon, Twitter, andere sind von unbekannten Seiten, die vermutlich Werbung ausliefern und das Benutzerverhalten tracken. Selbst nachdem die Seite geladen war, hielten einige Skripte noch minutenlang eine Verbindung offen.

    Durch das Aktivieren von Content Blockern lud die Seite in 2 Sekunden und hielt keine Verbindung nach außen offen. Gutes Zeichen für die Akkulaufzeit des iOS Geräts!”

    Die Vor- und Nachteile von Content Blocking
    Klingt soweit ja erstmal ziemlich gut! Schnellere Ladezeiten, keine Werbung, kein unerkanntes Tracking des Surfverhaltens, weniger Verbrauch des Datenvolumens.

    Allerdings sollte man sich vielleicht kurz Gedanken machen, welche Auswirkungen Content Blocker mit sich bringen. Ich für meinen Teil mag Optionen. Ich würde sehr genau einstellen können, was denn nun alles geblockt wird. Denn es gibt einiges zu blocken! Tatsächlich können Schriftarten, Social Media Embeds (wie z.B. Tweets und Facebook Posts) und sogar ganze Kommentarbereiche geblockt werden. Einen kompletten Kommentarbereich zu blocken ist vielleicht keine so schlechte Idee. Wenn man sich anschaut, wie schlecht sich der ein oder andere Internetnutzer in der aktuellen Zeit beherrschen kann. Trotzdem sollte man aufpassen, dass man sich sein Benutzer- bzw. Surferlebnis nicht zu sehr einschränkt.

    Content Blocker im Überblick

    Zum Start von iOS9 sind schon einige Content Blocker im App Store zu haben. Kostenlose, kostenpflichtige, einfache und umfangreiche. Hier ein Überblick und eine Empfehlung.

    Wer sich schnell einen einfachen Content Blocker aktivieren möchte sollte zu Crystal greifen. Die Funktionen: An und Aus. Mehr kann es tatsächlich nicht. Geblockt werden dann Werbung und Trackingscripte. Kostenlos und schnell, das kann ausreichen.

    Peace, Blockr und Purify sind in den Einstellungen schon umfangreicher. Man kann mehr oder weniger gezielt sagen, welche Inhalte geblockt werden sollen und wie sich die Blocker verhalten. Preisspanne: 0,99 € bis 3,99 €.

    Meine Empfehlung: 1Blocker

    Als eierlegende Wollmilchsau könnte man 1Blocker beschreiben. Es ist sehr umfangreich und trotzdem einfach genug um nur schnell die Ads auszuschalten. Will man jedoch mehr, bekommt man auch mehr. Viel mehr. Man will nur Twitter Follow Buttons ausblenden, aber die Twitter Timeline will man noch sehen? Das lässt sich einstellen. Selbiges gilt für Facebook. Tatsächlich kann man in den Einstellungen zum blocken von Werbung angeben, dass man z.B. Werbung von Amazon noch sehen möchte, der Rest aber ausgeblendet wird.
    Und wenn das alles nicht passt, dann konfiguriert man sich eben sein eigenes “Paket” und konfiguriert selbst, was geblockt wird und was nicht. Klingt erschlagend, ist aber eigentlich recht simpel. Und wenn man sich kurz Zeit nimmt, kann man ganz genau bestimmen, wie das Surfverhalten beeinflusst wird.

    1Blocker gibt es als kostenlose Testversion. Damit lassen sich knapp 3000 Werbeauslieferer blocken. Will man sehr viel mehr, kostet es einmalige 2,99 € und dem Blocken sind keine Grenzen mehr gesetzt.

    12.07.2017
    Inga
  • Intern
  • Wir hatten die Idee einen P2P Campus zu starten & das kam dabei raus.
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  • Im heutigen Talk2 haben wir uns Nele geschnappt!
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    Sarah
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  • Wie misst man eigentlich die Klicks auf einer Website? Also die Klicks, die wirklich interessieren und zählen?

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